Jahr: 2021

Bernardine Evaristo: Mädchen, Frau etc.

Geschichten von 1000 Frauen habe sie erzählen wollen. So sei zumindest der – zugegebenermaßen – groß angelegte Plan gewesen. Um die Lücke zu füllen, die existiere, weil es so gut wie keine Erzählungen von schwarzen Frauen in der Literatur gebe. Und diese Lücke sei schmerzlich denn für Frauen wie sie selbst biete die Literatur fast keine Identifikationsräume: Die Storys der weißen Frauen in Großbritannien entsprechen nicht der Erfahrungswelt der Woman of Colour. Genauso wenig aber bieten die Geschichten der schwarzen Frauen aus Ländern, in denen sie keine Minderheiten sind, eine Möglichkeit, Erlebnissen, Erfahrungen oder Konflikten in eher weißen Kulturräumen nachzuspüren. So erklärt Bernardine Evaristo ihre Motivation für den Roman bei einer Video-Lesung. Immerhin von zwölf Frau erzählt Evaristo dann in ihrem Roman. Sie sind zwischen 20 Jahren und 93, sie sind Bäuerinnen, Kontrolleurinnen in den Londoner Bussen, selbstständig mit einer Reinigungsfirma, Lehrerinnen und Bankerinnen. Sie alle haben sich einen Platz in der britischen Gesellschaft erkämpft, als Migrantinnen, die nach Großbritannien gekommen sind, um hier „ihr Glück“ zu machen, oder als Töchter der zweiten Generation. Sie …

Der März-Rückblick: Vom Lesen, Sehen und vom Hören

Der Lese-RückblickDer Lese-Monat März war ganz nach meinem Geschmack. Anregende, aufregende, interessante und literarisch spannende Romane habe ich gelesen: In David Szalays „Turbulenzen“, einem Roman-Reigen, der per Flugzeug einmal um die ganze Welt führt, wird die globalisierte Welt mit seinen so mobilen Menschen porträtiert. Die hier leben und dort arbeiten, die unterwegs sind zu ihren weit entfernt lebenden Familien, die sich manchmal auch „irgendwo in der Mitte“ treffen. Passend zu diesem fluiden Lebensstil lernen sie in den Flugzeugen nur flüchtig Mitreisende kennen. Szalay erzählt ähnlich flüchtig, indem er jeder Figur nur ein paar Seiten widmet, in denen gerade ihre Leben in Turbulenzen geraten sind. Und doch erscheinen uns diese Figuren ganz plastisch. Brit Bennett erforscht in ihrem Roman „Die verschwindende Hälfte“ die Lebensentwürfe vierer Frauen, den Zwillingsschwestern Stella und Desiree, die, wiewohl farbiger Herkunft, so hellhäutig sind, dass sie sich auch als Weiße ausgeben können, und ihren Töchtern Kennedy und Jude. Dabei überschattet die Passing-Entscheidung Stellas alle anderen Lebenswege. Diejenige von ihnen, die ihren Weg am konsequentesten geht, scheint auch diejenige zu sein, die am …

Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen Angst

Als die Angst sie so richtig gepackt hat, als sie schon längst nicht mehr schlafen kann in der Nacht und am Tag nur wenige Stunden, als die Angst sie vollkommen überwältigt, sodass sie Angst hat vor dem ständigen Grübeln, dem Einschlafen, vor allen möglichen Situationen, auch vor den Gesichtern der Menschen in der U-Bahn, da stürzt die Ich-Erzählerin völlig ab. Später erinnert sie sich, wie sie auf dem Tisch einer Bar stand, tanzend und trinkend, wie sie auf der Toilette Speed nahm, hat vage Erinnerungen an die Heimfahrt im Taxi mit einem unbekannten Mann, vage Erinnerungen an Sex in einem abgewrackten Gebäude. hingeschmiert „Ich weiß nicht, wie lange ich aus war, vielleicht 20 Stunden, aus den Augenwinkeln sehe ich nervös flackernde Schatten. Mein Herz rast seit Stunden, ich gucke Serien, esse Chips und Kakaopulver mit dem Löffel; nach draußen zu gehen, um an der Tankstelle etwas zu essen zu kaufen, ist keine Option, Essen bestellen auch nicht, niemand darf mich sehen.“ Sie liest im Internet Abschiedsbriefe von Menschen, die sich selbst getötet haben, probiert aus, …

Nikolaus Heidelbach: Alles gut?

Wer, auch ohne staatliche Verordnung, die Ostertage aus Gründen der Infektionskettenverhinderung gleich mit einer Osterruhe versehen möchte, der braucht eine angemessene häusliche oder balkon- orientierte Beschäftigung. Da bietet sich ein Buch geradezu an, das kontaktlos geliefert werden kann und dessen Lektüre nur zu minimalem Aerosolausstoß führt. Und erst recht bietet sich hier ein Buch an, das sich genau mit der Situation des Lockdowns und mit den Erlebnissen, Wahrnehmungen und Befindlichkeiten der sich in Selbstisolation aufhaltenden Menschen beschäftigt. Dem vorliegenden Werk fehlt eine Gattungsbezeichnung, sodass es unklar bleibt, ob Nikolaus Heidelbach streng autobiografisch schreibt oder ein Ich-Erzähler seine Beobachtungen darlegt. Jedenfalls bieten Notate aus der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr letzten Jahres vertiefte Einblicke in die psychischen und physischen Konsequenzen der Vereinzelung. Die habe er, so schreibt der einsame Chronist am 8.3.2020, gleichsam seinen Schreibprozess reflektierend, damals begonnen, um der Gleichförmigkeit der Tage Herr zu werden. Und ein paar Tage später: „Mittwoch, 18.3.2020, Temp. 37,3 Grad Beim Waschen entdecke ich an der linken Hand einen Ehering. Rätselhaft. Es gibt in der Wohnung keine Treppe – …

Brit Bennett: Die verschwindende Hälfte

In Philip Roth´ Roman „Der menschliche Makel“ ist es Professor Coleman Silk, der sich, als Schwarzer mit sehr heller Haut auf dem Bewerbungsbogen der Navy als „weiß“ bezeichnet. Niemand stutzt, niemand stellt seine Zugehörigkeit in Frage. So lebt er das Leben eines weißen Professors an einer Universität, wird gar Dekan, hat eine große Familie. Nun, 71-jährig und bereits emeritiert, lässt er sein akademisches Leben mit einigen Lehrveranstaltungen langsam ausklingen. Und spricht dort, weil zwei Studentinnen häufig fehlen, von ihnen als „dunkle Gestalten“. Es sind die 2000er Jahre, in denen solche Bemerkungen schnell den öffentlichen Furor anheizen und zu unangenehmen Problemen führen können, zumal wenn die, über die gesprochen wird, tatsächlich People of Color sind. Ausgerechnet Coleman Silk strauchelt also über diese Bemerkung. Seine Kolleg*innen in der Fakultät lassen ihn fallen, seine Frau stirbt bei den Aufregungen. Trotz der offensichtlich ungerechten Verurteilung durch sein Umfeld offenbart Coleman Silk seine wahre Identität nicht. Wir Leser*innen ahnen, welche Hürde Silk einst genommen hat, wir ahnen, welche Kraftanstrengung es gewesen sein muss, in der weißen Gemeinschaft zu leben, ständig …

David Szalay: Turbulenzen

Als Arthur Schnitzlers Theaterstück „Reigen“ 1920 in Berlin uraufgeführt wurde, führte das zu einem anständigen Skandal. Denn das Drama gibt Einblicke in die Schlafzimmer der Gesellschaft und verhandelt in 10 Dialogen was die Menschen, die sich jeweils getroffen haben, um miteinander zu schlafen, bewegt, was sie antreibt, was sie wünschen und erhoffen. Nicht zuletzt gibt es Einblicke in das Leben, die Einstellungen und Werte der verschiedenen sozialen Gesellschaftsschichten und zeigt am Beispiel des Sex besonders anschaulich auch die herrschenden Machtverhältnisse. Dass der moralische und sexuelle Tabubruch in den 1920er Jahren die Gemüter erhitzte, ist nachvollziehbar. David Szalays Roman von den „Turbulenzen“ beschwört keinen neuen Skandal herauf. Aber Szalay hat sich bei Schnitzlers Idee des „Reigens“ bedient und sie ins Hier und Heute des 21. Jahrhunderts überführt. Und erzählt hier am Beispiel von flüchtigen Reisebegegnungen von unserer mobilen und globalisierten Welt. Wie in Schnitzlers Reigen wird dabei die Nebenfigur der einen Geschichte zur Hauptfigur der nächsten. So entsteht manchmal ein doppelter Blick auf eine Person, auf eine Situation, ein Blick also aus unterschiedlichen Perspektiven, der für …

Der Februar-Rückblick: Vom Lesen, Hören und Entdecken

Auch der Februar hat sich als guter Lesemonat erweisen mit Lesereisen nach Aleppo und in die Normandie. Und mit den Kentukis an alle möglichen Orte. Und wiederum haben mich auch Beiträge in anderen Medien überrascht, erfreut und inspiriert. Gelesen und gehört Nach der Ankündigung des WDR, die tägliche Buchbesprechung im Programm des WDR 3 zu streichen, ging ein Aufschrei durch die Medien. Insa Wilke formulierte eine Petition an den WDR und erklärt in der ZEIT ausführlich ihre Position. Besonders beeindruckt hat mich in der Diskussion der Beitrag von Hilmar Klute in der SZ , der über die Bedeutung der Literatur im Französischen Fernsehen berichtet. Dort werde, man kann es kaum fassen, am Samstag zur Prime-Time über Bücher diskutiert, während wir hier mit seichten Krimis oder Quizsendungen unterhalten werden, die eigentlich eher ins Kinderprogramm gehören. Dem SWR hat der Artikel wohl auch gefallen, denn er hat gleich noch ein Interview mit Klute geführt, das ihr hier nachhören könnt. Was für ein Gewinn es sein kann, eine Literatur-Rezension zu hören, die nicht nur 5 Minuten lang ist, …

Annie Ernaux: Die Scham

Ein Ereignis aus der Kindheit ist es, dass die Ich-Erzählerin in diesem schmalen Buch immer wieder umkreist. Es hat sich am 15. Juni 1952 ereignet und es hat sie zutiefst erschüttert. Es ist das Ereignis, von dem sie sagt, dass es ihr Leben in ein „vorher“ und „nachher“ gliedert, das Ereignis, das ihre Kindheit beendet und ihren Prozess des Loslösens vom Elternhaus einleitet. An diesem Tag gab es einen Streit zwischen ihren Eltern, das ganze Mittagessen lang. Und ihr Vater, der den Nörgeleien seiner Frau sonst meistens nichts entgegensetzte, wurde so wütend, dass er erst zitterte und keuchte, dann die Mutter packte, in die Vorratskammer schleifte und schrie. Als die Erzählerin, von der Mutter gerufen, hinzukam, hielt er mit der einen Hand die Mutter an Hals oder Schulter fest, mit der anderen hielt er das Beil. So beginnt die Erzählerin ihren Text mit dem Satz: „An einem Junisonntag am frühen Nachmittag wollte mein Vater meine Mutter umbringen.“ Es sei hier das erste Mal, so berichtet die Erzählerin, dass sie dieses Kindheitsereignis notiere. Es habe ihr …

Khaled Khalifa: Keine Messer in den Küchen dieser Stadt

Khaled Khalifas 2013 erschienener Roman führt mitten hinein in das Leben in Syrien seit den 1960er Jahren. Damit spielt die Geschichte in der Zeit, in der die Baath-Partei nach der Macht gegriffen und Hafiz al-Assad durch einen Putsch an die Spitze der Partei und damit auch der Regierung gelangt ist. Dass diese Jahre bleiern auf den Leben der Familienmitglieder des Erzählers liegen, davon erzählt er uns. Die Mutter des Erzählers ist gestorben, an einem glühend heißen Junitag des Jahres 2004. Sein Onkel Nisâr hatte ihn angerufen, als er von der Arbeit – er übersetzt für eine Textilfabrik – auf dem Weg nach Hause war. Er solle die Schwester Saussan suchen und ihr Bescheid geben. Spät in der Nacht kommt Saussan zur Wohnung, in der die Mutter zwischen Eisblöcken und unter Decken liegt. Onkel Abdalmunim ist da mit seinem Sohn, und Nariman, die Freundin der Mutter. Zwei Generationen einer Familie treffen hier aufeinander, mit all ihren Animositäten und ihren Konflikten. Die trotz allem für eine respektvolle, für eine würdige Trauerfeier sorgen. Der Roman setzt ein, als …

Samatha Schweblin: Hundert Augen

Samantha Schweblin schickt uns in ihrem neuen Roman mitten hinein in ein faszinierendes Gedankenspiel. Kentukis heißen ihre smarten Spielzeuge. Das sind kleine, nicht einmal besonders ansprechend gestaltete Plüschtierchen, Krähen, Kaninchen, Maulwürfe, Drachen, die sich auf drei Rollen durch die Wohnung bewegen. In ihren Augen sitzen Kameras, wie bei einer Drohne, über ein Mensch, an seinem Bildschirm sitzend, den Kentuki steuert. Wer bei diesem Spiel mitmachen möchte, muss sich entscheiden: Sie oder er kann die Rolle des „Herrn“ übernehmen und kauft sich solch ein Plüschtier. Oder kauft die Software und einen Code und schlüpft in die Rolle des „Wesens“. Dann können sie oder er am Leben einer Familie irgendwo auf der Welt teilnehmen, bei einem Single einziehen, Begleiter und Spielkamerad*in eines Kindes werden oder in einem Seniorenheim mit den älteren Damen und Herrn in Kontakt treten. Jeder Code ermöglicht den Zugang zu nur einem Kentuki. Diese exklusive Beziehung wird durch den Computer festgelegt, kann also nicht vorab bestimmt werden. Und wenn diese Beziehung beendet wird, dann ist der Kentuki nichts mehr als ein schlecht gemachtes Plüschtier …

Der Januar-Rückblick: Vom Lesen, Hören und Entdecken

Der Januar hat sich ja schon einmal als sehr guter Lesemonat entpuppt. Und rechts und links vom Bücher-Lesen habe ich in verschiedenen Medien weitere interessante Dinge gefunden: Entdeckt: Den Blog MINDSHELF. Michaela Hanel bringt auf ihrem Blog Romane und ihre eigene psychologische Expertise zusammen. Da liest sie Isabel Bogdans „Laufen“ und führt Forschungen an, die die positiven Wirkungen von Sport und Gehirn aufzeigen. Oder erklärt am Beispiel von Angelika Klüssendorfs Roman „Jahre später“ was es aus psychologischer Sicht mit einer „toxischen Beziehung“ auf sich hat.   Gehört Das philosophische Radio Beim Fahrradtraining höre ich gerne Podcasts. Im Januar habe ich beim ewig gleichen Treten auf dem Hometrainer Lisa Herzog im Philosophischen Radio gehört. Jürgen Wiebecke, der Moderator, und die Philosophin haben sich einzelne Aussagen Adam Smiths genauer angeschaut und dabei Interessantes zutage befördert. Nachhören könnt ihr das hier. Gelesen: Die Blogger-Jury des Preises für das beste Debüt hat sich entschieden. Aus einer Shortlist von 5 Titeln heraus ist Deniz Ohdes Roman „Streulicht“ als bestes Debüt hervorgegangen. Herzliche Glückwünsche! Eigene Lektüren: Die Lektüren im Januar haben …

Julia Deck: Privateigentum

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ Was in den Zeiten Schillers galt, gilt heute immer noch. Diese Erfahrung machen jedenfalls Eva und Charles Caradec, um die fünfzig, in ihrer neuen Doppelhaushälfte in einem Pariser Vorort. Jahrelang lebten sie in einer Mietwohnung in der Innenstadt, geräumig und komfortabel, der Fitnessraum im Haus. Aber dann hatten die Balkonpflanzen zu wenig Platz, brauchten neue, größere Töpfe, die Rosenstöcke beanspruchten mehr Raum für die Zweige. Es war also Zeit für eine Immobilie vor den Toren der Stadt, mit einem Garten, mit Ruhe und besserer Luft, es war Zeit für: Privateigentum. Auch wenn der Begriff trügerisch ist, denn eigentlich gehört das Haus der Bank, bei der man bis zur Nasenspitze verschuldet ist. Und wirklich privat ist hier im Vergleich zur Anonymität der Großstadt auch keiner. Die Nachbarn kennen sich, besuchen sich zum Aperitif, zur Grillparty. Man beobachtet sich aus den Küchenfenstern, sieht, wann wer in welches Haus geht. Im Garten wird man unabsichtlich Zeuge der Gespräche auf der benachbarten Terrasse. Und …

Ralf Rothmann: Hotel der Schlaflosen

Zum Ende der Probe reißt eine Saite über dem Steg von Emilias Geige. Ihr Bruder, der Pianist, möchte eine Passage noch einmal proben, ihm ist ihr Tempo zu schleppend. Aber die Reservesaiten im Geigenkasten musste Emilia am Flughafen in Zürich abgeben. Sie könne die Drähte ja auch als Waffe nutzen, hatte der Beamte der Flugsicherheit gemeint. Sie hat weitere Saiten im Reisegepäck, das schon im Hotel ist. Da die Zeit bis zum Beginn der Matinee reicht, beschließt sie, mit dem Taxi zum Hotel zu fahren. Die Berliner Straßen sind leer, es ist ein Sonntag im Oktober, zudem ein Feiertag. Der Fahrer, graumeliert und mit leichtem arabischen Dialekt, stellt ihr den kleinen Hund vor, der vorne im Beifahrerfußraum mitfährt, den Hund seiner Tochter, den er immer sonntags beaufsichtigen muss. Und Emilia, die tief den Geruch des Hundes einatmet, erinnert sich an den Hund ihres verstorbenen Mannes. Sie hebt ihn auf die Rückbank, er legt sich neben sie, die Schnauze auf ihrem Oberschenkel.  Emilia bittet den Fahrer, an einer Kreuzung kurz anzuhalten. Sie kurbelt das Fenster herunter …

Joachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet

Es sind die mittleren Lebensjahre, die 50er, in denen der eine oder die andere plötzlich mit einer Krankheit konfrontiert wird, die doch eher in den späteren Lebensjahren verortet wird, mit denen nicht rechnet, wer so mitten im Leben steht, mitten in Familie und Beruf, gerade so da angekommen, wo sie oder er immer hinwollte. Und dann schlägt er zu, der Gehirn- oder Herzinfarkt, vermeintlich aus heiterem Himmel. Die sich zusetzende Ader bedroht nicht nur die Gesundheit, sondern zeigt auch, wie hilfsbedürftig der Mensch, gerade noch so kompetent, entscheidungssicher und führungsstark, von einem Moment auf den anderen werden kann. Und bringt diejenigen, die so viel Glück hatten, dass sie dieses Mal mit einem blauen Auge davongekommen sind, ganz ordentlich auf den Boden der Tatsachen zurück.