Der Hund in der Literatur, Romane
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#lithund _ Eine Blog-Tour: Der Hund in der Literatur

Veröffentlichte Beiträge:

Birgit schreibt über Jack London und seine Hund-Wolf-Romane auf Sätze und Schätze

 

Worum es geht beim Projekt:

Es begann ja ganz harmlos, schon vor ein paar Monaten: Birgit hat auf ihrem Blog Sätze&Schätze ein Buch besprochen, in dem ein Hund namens Mucki eine große Rolle spielt. Der nämlich, eigentlich eine „die“, gehört zum Erbe der kauzigen Tante von Alice Herdan-Zuckmayer und muss übernommen werden, wenn man denn auch in den Besitz der Juwelen und Pelze, die die alte Dame versteckt hat, gelangen möchte. Als die Zuckmayers dann auch noch den Nachlass der Tante lesen und sich herausstellt, dass sie glühende Anhängerin der Nazis war, ist klar: „Der Hund is a Nazi“.

Trotz allem, trotz Scheußlichkeit und falscher Anhängerschaft und unfassbarer Verwöhntheit, nimmt die Familie den Hund mit auf die Flucht, er bekommt, wann immer es geht, Kalbsleber und Honigwasser und Chanel No. 5 und stirbt schließlich in hohem Alter. Dann ist er wohl schon länger kein Nazi mehr, schließlich hatte er in seinen letzten Lebensjahren ja nur noch Umgang mit linken Schriftstellern, mit Kommunisten und anderen dubiosen Gestalten.

Mucki und seine unterschiedlichen Besitzer also haben uns – drei Bloggerinnen und Hundebesitzerin (bzw. ehemalige Hundebesitzerin) auf die Idee gebracht: Wir wollen einmal genauer schauen, wie der Hund Einzug gefunden hat in die Literatur. Was lässt sich lernen aus der Literatur über das Verhältnis von Hund und Mensch? Hat sich das im Laufe der Zeit verändert, ist es bei Thomas Mann anders als bei Gerbrand Bakker, und wie ist das Zusammenleben Mensch und Hund in der Wildnis Russlands oder Amerikas, heute oder zu Zeiten des Goldrauschs?

Hat der Hund, der ja immer schon ein wichtiger Partner der Menschen gewesen ist als Wach- und Hütehund, als Jagdbegleiter und Zug- und Transporttier und natürlich auch als der sprichwörtliche treue Begleiter, vielleicht auch als Motiv Einzug gehalten in die Literatur? Und wie sieht es aus mit dem Hund als Gruseltier oder gar als literarische Hauptfigur?

Beiträge zu unserer kleinen Reihe werden in loser Reihenfolge auf unseren Blogs erscheinen, sind immer aber immer erkennbar am Logo (s.o.). Und das stammt von Sabine, der dritten Bloggerin im Bunde, die über den Hund liest und bloggt. Wir jedenfalls freuen uns und sind gespannt, was herauskommt bei unserer Reise mit dem Hund durch die Literatur. Und die Reise wird, das wollen wir hier auch nicht verschweigen, völlig zufällig sein, rein subjektiv und ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Dabei stehen uns natürlich unsere vierbeinigen Fellnasenexperten nicht so sehr mit Rat und Tat, auf jeden Fall aber mit zustimmendem oder ablehnendem Geknorzel aus ihren Körbchen zur Seite.

Und wenn noch jemand weiteres literarisch auf den Hund kommen möchte – herzlich gerne, wir würden uns freuen!

16 Kommentare

  1. Schöne Idee, Claudia! Ich habe gerade bei Birgit angefragt: Ich würde gerne einen Beitrag zu Marion Poschmanns „Hundenovelle“ machen …
    Viele Grüße!

    • Liebe Marina,
      das kannst Du gerne machen. Ich möchte die „Hundenovelle“ gerne, auch im Zusammenhang mit anderen Büchern, zum Thema „Hund und Melancholie“ in den Blick nehmen. Aber eine Besprechung zur Novelle schließt das ja nicht aus. Viele Grüße, Claudia

    • Den Goethe´schen Pudel haben wir bisher noch nicht im Blick gehabt – weil wir ja „streng“ subjektiv vorgehen wollen ;). Aber wer weiß, vielleicht kommt da ja noch aus irgendeiner Richtung ein Beitrag. Vielleicht einer aus Griechenland? Wie wäre es? Wir freuen uns ja auch über eine breite Beteiligung. Viele Grüße, Claudia

    • Es wird Ihnen bestimmt nicht schwerfallen, Herr Hund, die Witterung zu behalten, bei Ihrer feinen Nase. Und wir sorgen unsererseits dafür, dass wir eine ganz breite Geruchsspur hinterlassen. Viele Grüße, Claudia

      • Schade, nicht dabei sein zu können. Ich hatte zwar nie einen Hund, war wohl aber mal einer. Und im Moment etwa lese ich auch wieder ein Buch, in dem zwei Hunde keine unwesentliche Rolle spielen: Die Welpen. Russische Anvantgarde. Schwere Kost. Warum kam also keiner auf mich bei dem Thema. Ich muss das erstmal verarbeiten und suche mir eine Wurst. Freundliche, leicht knurrende Grüße, Ihr Herr HUND.

      • Vielleicht, lieber Herr Hund, möchten Sie sich uns anschließen und darüber berichten, wie es ist mit den zwei russischen Welpen und dem dicken Knochen? Das würde uns freuen und unseren Hundespaziergang sehr bereichern. Viele Grüße, Claudia

  2. Pingback: #Lithund – Auf den Hund gekommen | Binge Reading & More

  3. Ich habe auf meinem Blog vor ein paar Tagen auch gerade über ein Buch geschrieben, in dem der wichtigste Charakter ein Hund ist. Das Buch heißt „Der rote Hund“. Leider stirbt er am Ende, sehr traurig. LG Heike

  4. Pingback: #Lithund – Literarischer Spürhund bei der Arbeit | Binge Reading & More

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