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Fast schon das Ende des Jahres: Mein Lesejahr 2019

Wenn ich mein Lesejahr Revue passieren lasse, dann lassen sich zunächst einmal paar Zahlen festhalten: Gelesen habe ich zwar ein paar Bücher mehr, auf dem Blog berichtet habe ich jedoch nur über 20 Romane und Sachbücher: Der ganz normale Alltag hat wohl in diesem Jahr mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich gedacht hätte. Wenn ich den kommenden Artikel zur „Digitalen Ethik“ von Sarah Spiekermann mitrechne, dann ist mit 10:10 die Geschlechterverteilung meiner Lektüren – ohne dass ich es darauf angelegt hätte – ausgeglichen. Und aus den Indie-Verlagen stammen immerhin auch 9 Titel. Ein neuer Leseschwerpunkt hat sich auf dem Blog ergeben, weil ich neugierig bin, wie die Digitalisierung in die Erzählungen einzieht, wie die Wissenschaft sich damit auseinander setzt. In der fiktionalen Literatur wird die Digitalisierung bisher eher als Dystopie erzählt, dann, wenn ein problematischer Aspekt in die Zukunft fortgeschrieben wird. Aber es gibt ja auch auch Berit Glanz´ „Pixeltänzer“ , einen Roman aus der Gegenwart, der das Widerstandspotential der Digitalisierung und der dazu gehörenden Arbeitsprozesse auf spannende Weise auslotet. Und was ist sonst …

2016 – Mein Leserückblick

Angeregt von den Bloggern, die dieser Tage ihre Lektüren 2016 Revue passieren lassen und daraus Listen erstellen von Büchern, die sie nicht überzeugen konnten oder solchen, die gerade bestens in Erinnerung bleiben, habe ich auch noch einmal zurückgeblickt auf mein Lesejahr 2016. Und bin erschrocken. Denn ich kann gerade einmal drei Bücher nennen, die sich mir besonders eingeprägt haben, an deren Lektüre ich mich gerne erinnere, weil sie nicht nur inhaltlich besonders waren, sondern mich auch sprachlich und konzeptionell überzeugen konnten, sodass es sich wirklich lohnt,sie hier noch einmal zu erwähnen. Dass eines davon eine Biografie mit zahlreichen soziologischen Aspekten ist, dass hier also schon die Brücke geschlagen ist aus der Romanwelt in die Welt der nicht fiktionalen Texte, ist dabei schon vielsagend. Ich habe ja schon im Zusammenhang mit der Longlist des Deutschen Buchpreises darüber geschrieben, dass sich die aktuelle Literatur ziemlich wenig auseinandersetzt mit den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen, die wir allgegenwärtig betrachten können. Und auch die Frühjahrsprogramme der Verlage haben wiederum sehr wenig Titel im Angebot, die sich mit dieser Aktualität …