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Matthias Politycki: 42,195

Politiky_2Was würde bloß der Bote Pheidippides denken, der, vom dem die Legende berichtet, er sei die 40 km von Marathon nach Athen gelaufen, um dort von der siegreichen Schlacht der Athener gegen die Perser zu berichten, um dann vor Erschöpfung tot zusammenzubrechen, wenn er wüsste, was heute mit seinem Lauf alles getrieben wird: es gibt den Marathon als Städtelauf, in den sechs großen Metropolen der Welt (Major Six) dazu natürlich in jeder anderen Stadt, die auf sich hält, es gibt ihn in Grönland, am Nordpol und in der Wüste, am Kilimandscharo, auf der Chinesischen Mauer oder dem Rennsteig und natürlich nicht zu vergessen auch den Marathon im Médoc – Verkostung der regionalen Spezialitäten und Weine während des Laufes inklusive. Die Forschung ist sich zwar sicher, dass Pheidippides erst 600 Jahre später von Plutarch in die Geschichte eingeschmuggelt worden ist, denn für das attische Heer sind die Läufer, die auch mal schnell weit längere Strecken als die läppischen 40 km überbrückten, in vorelektronischen Zeiten die (kriegswichtigen) Informationsüberbringer gewesen, schön ist die Legende vom Marathonlauf aber auf jeden Fall.

Seit hundert Jahren finden wir moderne Menschen diese Art des Fernlaufs so auf- und anregend, dass wir daraus einen Sport, mittlerweile einen – auch kommerziell – sehr gut entwickelten Breitensport, entwickelt haben. Und da es auch Schriftsteller gibt, die dem Laufen langer Strecken verfallen sind, Matthias Politycki ist einer davon, Haruki Murakami ein weiterer, bekommen auch wir Leser sehr schöne Einblicke in die wunderbaren und auch in die desaströsen Momente des Laufens, aber immer wieder auch Reflexionen darüber, wie Laufen und Schreiben miteinander in Verbindung stehen, welche Beziehung es auch zwischen dem Laufen und der Gesellschaft gibt.

Politycki nimmt uns mit auf die 42,195 km, übrigens eine Distanz, die gar nicht auf die ursprüngliche Strecke zurückgeht, sondern 1908 in London bei den Olympischen Spielen zustande kam, weil der König einen guten Blick auf die Strecke haben wollte. Und während Politycki Kilometer für Kilometer läuft, erklärt, erzählt, reflektiert der Autor, und zu unserer guten Unterhaltung oft durchaus auf sehr (selbst-)ironische Weise, die unterschiedlichsten Laufthemen. Die Nicht-Marathonläufer lernen selbstverständlich auch eine Menge wichtiger Dinge: Wir erfahren, welche Ausrüstung es sein muss, welche Schuhe, welche Kleidung, damit wir überhaupt vor des Läufers unbestechlichem Auge bestehen können, sollten wir selbst mit dem Laufen langer Strecken beginnen. Wir erfahren etwas über die Uhren, die jeder Läufer trägt, die Zeiten und Stecken misst und diese Daten direkt ins Internet hochlädt, sodass die Läufer, Wettbewerb muss schließlich sein, immer auf dem neusten Stand zum eigenen Trainingsstatus und dem der Trainingsgruppe ist.

Wir lesen darüber, dass ein Marathon am besten als Mannschaftssport funktioniert, im Training sowieso, aber auch im Wettkampf, wenn man zusammen läuft, sich nur über leichte Kopfbewegungen miteinander verständigt und vielleicht irgendwann den anderen ziehen lässt, weil er merkt, „dass noch etwas geht“.Wir erfahren, dass es bei Wettbewerben auf der kompletten Strecke eine blaue Linie gibt. Nur wer nahe dieser blauen Linie läuft, läuft auch wirklich 42,195 Kilometer; wer mehr am Rand läuft, die weiten Kurven der Wege mitnimmt, kommt da schnell mal auf weitere Meter – und schafft es nie zur persönlichen Bestzeit.

Und die persönliche Bestzeit, liebevoll und achtungsvoll PB genannt, ist sowieso ein ganz wichtiger Maßstab. Er scheint nämlich eines der Kriterien zu sein, die die Läufer von den Joggern unterscheiden. Und diese Unterscheidung ist wichtig, denn als Marathonläufer ist es eine Beleidigung, als Jogger bezeichnet zu werden. Jogger, das sind doch die, nur zum Spaß laufen, nur bei schönem Wetter, manchmal sogar auf einem Laufband, wie grauslich. Es gibt sogar wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Begriffsdifferenzierung: Danach läuft ein Jogger ohne einen Leistungsanreiz, dafür aber für die Gesundheit. Auch bei den Schmerzen gibt es da wesentliche Unterschiede: Ein Jogger hat mal Muskelkater, ein Läufer aber, mit seinem ambitionierten Trainingsplan, läuft gegen jeden Schmerz an, weil er ja trainiert, um sein Wochenpensum vollzukriegen, weil er ein ganz bestimmtes Ziel hat. Natürlich tragen Jogger auch die falsche Laufbekleidung, insbesondere bei den Schuhen kann man genau unterscheiden, da geht so manche bekannte Marke gar nicht.

Politycki ist ein Läufer. Er hat einen Trainingsplan, die Wochen vor einem Marathon trainiert er danach, auch wenn das bedeutet, dass er zu nichts in der Lage ist als zum Training. Da kann es auch vorkommen, dass er die Tage über Ostern zwischen den Trainingseinheiten nur auf dem Sofa verbringen kann „auf dem ich lag und vor Erschöpfung nicht schlafen konnte.“ 3.50 Stunden ist sein Ziel, er verfehlt es beim London-Marathon um 135 Sekunden – trotz PB, die er dort lief, kann ihn das Ergebnis nicht froh stimmen. Und beim Rennsteig-Marathon bekommt er noch eine kleine Lektion: Als die Ultraläufer im Zielbereich, erkennbar an der Farbe ihres Armbandes die Marathonläufer, und erst recht die Halbmarathonläufer, keines Blickes würdigen, da weiß er:

Wir, die Marathonläufer, waren für die Ultraläufer nur Jogger. (S. 232).

Wenn Politycki das Training beschreibt, die Trainingspläne, die eingehalten werden müssen, das Laufen, das geradezu eine Sucht zu sein scheint, auf jeden Fall ein Lebenskonzept ist, dem alle anderen Bereiche des Lebens untergeordnet sind, dann beschreibt er damit auch den Verlauf eines Lebens – das Leben selbst wird aus dieser Betrachtung zu einem Marathonlauf:

Nun ja, der Lebensmarathon führt durch unbekanntes Terrain, er ist sozusagen ein Crosslauf und hält weit mehr Überraschungen in petto als jedes Straßenrennen. Dennoch, da wie dort ist die HM-Marke (Halbmarathon) der erste wirkliche Tiefpunkt, der zu überwinden ist, sofern wir nämlich nicht zu den Happy Few gehören, bei denen es wie geschmiert läuft. Wer die HM-Marke kennt, weiß auch an entsprechender Stelle seines Lebens, daß da noch längst nicht alles gelaufen ist: Wo andere in die Midlifecrises geraten, überschlägt er seine Chancen und gibt vielleicht sogar noch einmal Gas. Wo andere auf halber Strecke aussteigen und es anderweitig neu versuchen, wird er in der Spur bleiben – und mit derselben Beharrlichkeit die Ziele verfolgen, die er bereits in der ersten Lebenshälfte verfolgte. Ein Wechsel des Ziels ist gar nicht ernsthaft denkbar, Marathonläufer sind das Gegenteil von Aussteigern. (S. 154/155).

Aber der Marathon trägt nicht nur das Bild vom Leben in sich, sondern auch das Bild vom (Romane-)Schreiben. Wie ein Marathonläufer, der seine PB verbessern möchte, erst einmal lernt „richtig“ zu laufen, so muss ein Schriftsteller immer wieder, je nach Projekt, das Schreiben neu erlernen, muss lernen, wie ein „üppiger Romanstoff auf komprimierte Novellenform eingedampft“ werden kann. Und wie beim Marathon kann auch beim Schreiben der „Mann mit dem Hammer“ auftauchen, plötzlich, wie aus dem Nichts, ist jede Euphorie verflogen, das tolle Thema, die spannende Handlung, wirken fad, langweilig, beim Schreiben geht „die Luft aus“. Politycki weiß nun, woran es liegt: Der Schriftsteller ist nicht nur weit vom Weg abgekommen, er hat sich auch nicht genug vorbereitet, nicht genug trainiert, um über den Punkt hinwegzukommen, wenn die Euphorie über Stoff und Sprache weicht. Er empfiehlt, korrespondierend zum Trainingsplan, eine Gliederung als Training für die Niederschrift, auch wenn das erst einmal sehr unkreativ scheint. Und wie es beim Laufen den Laufentzug gibt, wenn das Rennen bestritten ist, so gibt es auch den Schreibentzug, wenn der Roman endlich fertig ist, wenn es nicht einmal mehr Korrekturen, wenn es kein Nachbessern mehr gibt:

All die Figuren eines Romans, mit denen ich so lange gelebt habe, Schlüsselszenen, die ich immer wieder durchgespielt und auf die ich mich während der Niederschrift gefreut habe, all das ist von einem auf den anderen Tag vorbei. Aber es muss doch eine große Last von dir gefallen sein, du hast es geschafft, endlich! Das schon. Aber anscheinend konnte ich mit der Last ganz gut leben. Nun muß ich mir etwas Neues überlegen. (S. 308).

Marathonlaufen, und dass weiß auch Politycki, ist darüber hinaus auch ein Abbild unserer Gesellschaft. Die notwendige Ausrüstung verweist auf unsere Konsumzwänge, das Training bereitet perfekt vor auf dem langen Lauf unseres Arbeitslebens. Wer sich an den Trainingsplan hält, über Ernährung nachdenkt, die notwendigen Ruhepausen, wird zum Selbstoptimierer, verhält sich systemkonform, systemfördernd. In Büro und in Freizeit ist der Leistungsgedanke zu finden, nicht nur die Karriere gilt es zu gestalten, auch die PB will immer weiter verbessert werden, dafür sorgt schon das Über-Ich des Läufers, ganz nach dem Motto: „Wer nicht kotzt, läuft nicht am Limit.“

Dem Leser jedenfalls geht auf den 42,195 Kilometer die Puste nicht aus, er bricht auch im Ziel nicht tot zusammen, sondern blickt zurück auf ein Leseerlebnis, bei dem er über das Laufen hinaus so manches über das Leben und das Schreiben erfahren hat, bei dem er geschmunzelt und gelacht hat, sich amüsiert hat über die wunderbaren Inkonsequenzen des Autors, wenn nicht beim Training, so doch bei allerhand anderen Dingen, und sich dabei ertappt beim Gedanken daran, dass es doch da im Schrank noch diese Laufschuhe gibt…. Es muss ja nicht gleich die Strecke zwischen Marathon und Athen sein.

Matthias Politycki (2015), 42,195, Hamburg, Hoffmann und Campe Verlag

Dennis Scheck im Gespräch mit Christoph Keller und Matthias Politycki könnt Ihr hier sehen.

Pingback: lesenmachtgluecklich

19 Kommentare

  1. Liebe Claudia, sehr vergnüglich, Dein Beitrag! Aber dennoch bestimmt kein Buch für mich – was ja auch was Entlastendes hat. Marathon? Selbstoptimierung? Lauter Wörter, die mich schrecken 😄

    • Liebe Birgit,
      das Thema ist schon speziell, das stimmt wohl. Ich bin ja von solchen sportlichen Dingen ziemlich fasziniert, vielleicht, weil ich als junger Mensch auch einmal ziemlich viel Sport betrieben habe. Aber im Leben würde ich nie für einen Marathon trainieren: Selbstoptimierung brauche ich sonst schon genug, das muss nicht auch noch in der wenigen freien Zeit sein – nicht umsonst trägt mein Blog ja auch ein gemütliches Möbelstück im Namen. Und ich habe beim Lesen auch nach Beziehungen zum Schreiben gesucht. Ein bisschen stellt Politycki ja diese Beziehung her und macht so auch seine Herangehensweise an das Romanschreiben deutlich. Dabei gibt es ganz interessante Unterschiede zu Murakami, der ja auch ein Läufer ist und dessen Laufreflexionen ich dann auch gleich gelesen habe. Was beide aber gleichermaßen auszeichnet ist ihr besonderer Sinn für Humor. Demnächst also noch ein Läuferbuch :-).
      Viele faule Grüße, Claudia

      • Oje…noch mehr Bücher, die ein schlechtes Gewissen machen 🙂 Dann kann ich dazu noch den langen Lauf zu ihm selbst von Joschka Fischer empfehlen für Deine Lektüreliste: Leider ziemlich humorfrei, aber der Beweis, dass die ganze Lauferei nix nutzt 🙂

      • Liebe Birgit,
        die Bücher sollen Dir kein schlechtes Gewissen machen, machen sie mir ja auch nicht. Ich finde einfach nur spannend zu lesen, warum und wie sich jemand solch eine Plackerei antut. Und hatte ein bisschen auch gehofft, etwas darüber zu erfahren, ob Laufen die Kreativität fördert und wenn ja wie. Dazu schreiben aber beide Autoren nicht viel, ist vielleicht auch zu privat. Aber sie vergleichen schon ihre Arbeit an der Langform mit dem Trainieren für den langen Lauf. Das ist schon interessant. – Und J. Fischers Buch habe ich „damals“ schon gelesen und habe mich mehr und mehr erschrocken, als man ihm beim Dickerwerden zuschauen konnte – nein, der Fernseher war in Ordnung, an der Bildröhre lag das merkwürdige Bild nicht.
        Viele Grüße, Claudia

      • Naja, Fischer…da decken wir lieber den Mantel des Schweigens drüber. Oder besser ein Zwei-Mann-Zelt 🙂 Schlechtes Gewissen macht mir das, weil ich mal eine Läuferin war. So schlimm wie bei Fischer ist es bei mir ja nicht, aber ich könnte, sollte schon (zaghafte Anfänge habe ich vor Deinem Blogbeitrag wieder gemacht, vielleicht daher die „Betroffenheit“). Also, aus eigener Erfahrung: Wenn erst mal der Schweinehund überwunden ist und es auch nicht dauernd nur weh tut, dann ist Laufen durchaus etwas für die Kreativität – das Gefühl, dass mit jedem Schritt auch innerer Ballast wegfällt, dass der Kopf frei wird, das kann man da schon bekommen. Zudem wird ja auch Endorphin ausgeschüttet…das wirkt ebenfalls „beflügelnd“. Ein schönes Buch, wenn auch etwas esoterisch, ist meiner Erinnerung nach „Zen des Laufens“ von Fred Rohé (ich gab es weg, als ich zum Sofatier mutierte). Habs kurz gegoogelt: „Was immer du aus deinem Leben machst,
        betrüge dich nicht selbst
        durch Ehrgeiz und Vorwärtsdrängen.“ Oder, wie es in dem Film heißt „Was Frauen wollen“: No sports. No games. Just „sports“. Also nur laufen und sonst nix. LG Birgit

  2. Tolle Besprechung. Das muss ja ein interessantes und lesenswertes Buch sein – selbst für eine „Nur-Joggerin“ wie mich. Dabei haben meine Jogging-Partnerin aus Solinger Zeiten und ich manchmal von der Teilnahme am New York Marathon geträumt, während wir durch’s Ittertal getrabt sind 🙂

    • Liebe Ingrid,
      es ist bestimmt ein großes Erlebnis, in New York mit zu laufen. Ich kann mir das gut vorstellen, auch wenn ich nie im Leben das Training für einen Marathon auf mich nehmen würde, aber vor DER Kulisse ist das Laufen bestimmt noch einmal ganz besonders beflügelnd. Auf der anderen Seite schildert Politycki ja auch immer mal wieder diese Enge beim Laufen durch die vielen Menschen, die unterwegs sind, das Anrempeln, das Nicht-Vorbeikommen. Da ist es bestimmt in der schönen Natur im Ittertal auch angenehm.
      Viele Grüße, Claudia

  3. Mattias Politycki war heute beim Hamburg-Marathon am Start und ist nach 4:15:12 Stunden ins Ziel gekommen. Und ich muss dann wohl auch ein Buch über den Marathon schreiben, bei einer Bestzeit von 3:10:10 und einer momentanen hartnäckigen Achillesfersenreizung…

    • Lieber Gérard,
      das ist ja eine gigantische Zeit, super! Ich schau mal schnell nach, was Politycki zu Zeiten unter 3:30 schreibt…blätter…ah, da: „In der Läuferszene kursiert das Diktum, daß man ab einer PB von 3:30 kein soziales Leben mehr führen kann, schon gar keine Ehe, außer der Partner trainiere im selben Segment.“ (S. 108) Wie wird es dann mit 3.10 sein? — Bist Du denn gestern mitgelaufen oder musstest Du wegen der Achillesfersenzeizung aussetzen? Ich habe lange mit so einer Reizung/Entzündung Spaß gehabt. Wenn ich jetzt wieder mit dem Laufen anfange, geht es spätestens beim zweiten Laufen wieder los, vor allem auf Waldboden. Ziemlich ärgerlich. — Mit den 4:15 wird Politycki ja nicht besonders zufrieden sein…
      Viele Grüße, Claudia

      • Liebe Claudia,
        nein teilgenommen habe ich nicht. Ich habe dieses Jahr einen Startplatz in Berlin Ende September. Durch meine Verletzung bedingt bin ich nun schon drei Wochen lang nicht mehr gelaufen und werde auch noch drei weitere Wochen pausieren, mal sehen, was dann passiert. Ursprünglich wollte ich dieses Jahr die ominöse 3-Stunden-Marke angreifen, das könnte knapp werden, sofern ich überhaupt gesund werde. Ja, das soziale Leben. Jetzt weiß ich, wieso ich geschieden bin…
        Viele Grüße, Gérard

      • Lieber Gérard,
        dann wünsche ich Deinen Achillessehnen alles Gute, auf dass sie wieder Spaß am langen Laufen haben und nicht mehr herummeckern. Und Du Dein Zeit-Ziel schaffst. Dann musst Du aber auf jeden Fall ein Buch schreiben, ich lese es!
        Hoffentlich bald wieder viele Trainingskilometer, Claudia

  4. Das Buch klingt mir eindeutig zu sportlich. Außerdem erinnert es mich an gute Vorsätze, für die ich dieses Jahr NOCH NICHTS getan habe…
    Aber Spaß hat deine Besprechung trotzdem gemacht. LG, Anna

    • Liebe Anna,
      ich dachte mir schon, dass ich mit dem Buch nicht unbedingt alle SUBs in die Höhe schießen lasse. Ist ja aber auch gut so. — Ich bin ja anfällig für Sportgeschichten, aber Politycki hat ja auch nicht nur über das Laufen geschreiben, schon gar kein Trainingsbuch mit guten Tipps, sondern auch messerscharf und zungenspitz die Merkwürdigkeiten der Läuferszene beschrieben und seziert – um dann nach seiner deutlichen Analyse selbst doch wieder genau diese Läuferfolklore mitzumachen. Das ist ja auch witzig und selbstironisch. – Und das Buch passt sogar gut in mein Themengebiet: Wirtschaft, Leistung, Selbstoptimierung. Diese Art des Trainings bringt alles mit sich, was auch in der beruflichen Welt wichtig ist. Laufen vielleicht deshalb so viele Leute? Und dann auch noch solche weiten Strecken?
      Viele entspannte Grüße liegend auf dem grauen Sofa, Claudia

  5. Als ambitionierter Jogger, aktuell mit der Frau zusammen in Babypause, kann ich mancher Ausführung aus der Inhaltsangabe beipflichten, weshalb ich wohl nie die volle Distanz schaffen werd. Aber HM ist im Visier 😉
    Danke für die schöne Besprechung. Ich hatte das Buch geistig schon abgespeichert und mit deiner Besprechung rückt es weiter vor In der Liste.
    Gruß
    Marc

    • Lieber Marc,
      wenn Du schon einen Halbmarathon als Ziel hast, kannst Du Dich – auf jedem Fall aus meiner Sicht – auf jeden Fall und mit Fug und Recht als Läufer bezeichnen! Und wenn Du sowieso läufst, dann ist Polityckis Buch mit seinen Beobachtungen, Reflexionen, vor allem auch mit seinen Erlebnissen beim Runner´s high und der Begegnung mit dem Mann mit dem Hammer richtig lesenswert.
      Viele Grüße, Claudia

    • Das liest sich aber spannend! Kommt direkt auf die Bestell-Liste! Vielen Dank für den Tipp.
      Einen schönen feucht-warmen Tag wünscht Claudia

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