Sach- und Fachbuch
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Die Sonntagsleserin: KW # 11 2014

Sonntagsleserin_2Die Bücherphilosophin hat die Idee gehabt, mittlerweile berichten immer mehr Blogger in ihren allwöchentlich-sonntäglichen Rückschauen über die besonderen Blogleseerlebnisse der vergangenen Woche. Bei der Bücherphilosophin findet ihr auch eine Liste der anderen Sonntagsleser, bei denen es immer vieles zu entdecken gibt.

In dieser Woche haben mich wieder besonders Berichte über Veranstaltungen, Interviews und natürlich die Leipziger Buchmesse neugierig gemacht:

Caterina bloggt immer noch mit höchst lesenswerten Artikeln vom Literarfestival lesen.höeren aus Mannheim. Zum einen berichtet sie uns über die Lesung Roger Willemsens, in der er sein neues Buch „Das hohe Haus“ vorstellt, so lebendig und anschaulich, dass man sofort Lust auf dieses Buch bekommt – auch wenn „Lust“ wohl angesichts dessen, was Willemsen da über die von uns gewählten Vertreter berichtet, nicht das richtige Wort zu sein scheint. Und dann erzählt Caterina noch von der Mannheimer Abschlussveranstaltung, bei der vier „professionelle“ Leser mit ganz viel Engagement – und manchmal auch Lust zur Debatte – acht Lieblingsbücher vorstellen.

Masuko berichtet über die Lesung mit dem kanadischen Autor Ryad Assani-Razaki, dessen Roman „Iman“ sie schon zu Beginn des Jahres gelesen habe, so dass sie nun neugierig auf den Autor gewesen sei. Und der habe dann auch erzählt, wie es sich lebt in seiner Heimat Benin, warum die Menschen nach Europa fliehen und unter welchen Bedingungen die Kinder dort leben.

Mara hat wieder eines ihrer feinen Interviews geführt, dieses mal mit Ursula Gräfe, die ich kannte von Übersetzungen aus dem Englischen, die aber auch japanische Romane ins Deutsche überträgt,  so den gerade aktuellen Roman Haruki Murakamis „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“. Sehr lesenswert ist, wie sie über die Besonderheiten der verschiedenen Sprachen berichtet und die größeren und kleineren Anforderungen an eine Übersetzung.

Die Bücherphilosophin beschäftigt sich mit der Frage, auch wenn es ihr als gewiefter Leserin kaum noch passiere, ein Buch ausgewählt zu haben, dem sie so gar nichts abgewinnen kann, ob es dann  erlaubt sei, eine Lektüre vor dem Ende abzubrechen und wie dann mit dem doch schlechten Gewissen zu verfahren sei.

Und auch die ersten Berichte von der Leipziger Buchmesse erscheinen dieser Tage. So wirft Sophie einen kritischen Blick auf das Jäger-und-Sammler-Verhalten einiger Messebesucher und skizziert das aus diesem Grund verständliche abwehrende und manchmal auch sehr abwertende Verhalten an einigen Ständen.

Und dann gab es natürlich auch noch einige schöne Buchvorstellungen, die große Vorfreude wecken auf schöne Romane:

Die Klappentexterin empfiehlt uns John von Düffels „Wassererzählungen“, elf Erzählungen, in denen das Wasser, das ja für den Autor ein ganz wichtiges Lebenselixier ist, eine große Rolle spielt: „Also, lasst euch hinabziehen und spürt das Wasser in all seinen unterschiedlichen Formen, bis sich eure Hände wie Schwimmhäute anfühlen und ihr atemlos wieder auftaucht.“ Ich freue mich jedenfalls schon mächtig auf meine Lektüre.

Und natürlich ist auch Sasa Stanisics Roman „Vor dem Fest“ gelesen worden, mehrfach und immer mit so viel Begeisterung, dass ich um die Lektüre wohl nicht herumkomme. Ein Besprechung findet sich bei Masuko, eine bei literatwo

Eine schöne Lesewochen wünsche ich Euch!

7 Kommentare

  1. Bücherphilosophin sagt

    Schön, dass Du wieder mitmachst 🙂 Und danke für die Verlinkung meines Beitrags übers Bücher abbrechen.
    Die Rezensionen zu „Vor dem Fest“ haben mich diese Woche auch sehr neugierig gemacht. Ich hab letzte Woche eine Ausgabe gekriegt und wusste da noch gar nicht, was für Wellen das Buch schlagen würde. Nun werde ich es schnellstmöglich lesen.
    Aber zunächst werde ich noch ein bisschen bei den Sonntagslesern stöbern 😉

    Hab einen schönen Sonntag,
    Katarina 🙂

    • Liebe Katharina,
      ich hole das Stöbern heute nach – und bin gespannt auf bestimmt ganz viele „Vor den Fest“-Besprechungen in den nächsten Tagen.
      Einen schönen Wochenanfang wünscht Claudia

  2. Ich glaube, ich habe einen Negativ-Rekord beim Blog-Lesen aufgestellt: Freitagabends lese ich die Sonntagsleserin von der Vorwoche. 🙂 Ich danke Dir also mit Verspätung für die schönen Empfehlungen!

    • Ich freue mich doch auch über späte Leser! Und mit geht es ja auch so, dass ich manchmal keine Zeit habe, eine Sonntagsleserin zu schreiben.
      Ein schönes, sonniges Wochenende wünscht Claudia

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