Wirtschaft

Robert & Edward Skidelsky: Wie viel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens

Skidelsky_Genug„Damals, als es mir beschissen ging, gab es Liebe und Freunde, wo kamen sie hin?“ fragt Charles Aznavour in seinem Chanson von 1977. Hier wird besungen, wie es war, in der alten Zeit, als er zwar kein Geld hatte, aber viele Freunde, mit denen er nächtelang „über Gott und die Welt“ diskutierte. Aber da war auch der Ehrgeiz, etwas erreichen zu wollen, „es zu schaffen“ und so opferte er alles, auch Liebe und Freunde, um „Macht und Geld“ zu bekommen. Als Aznavour dieses Chanson für seine CD „Duo“ zusammen mit Herbert Grönemeyer 2008 aufgenommen hat, hat der beschriebene Konflikt nichts von seiner Brisanz verloren: Finanzieller Erfolg geht oft auf Kosten der Zeit, die für Freundschaften zur Verfügung steht – finanzieller Erfolg wird oft erreicht auf Kosten des „guten Lebens“.

Mit der Frage, was denn ein gutes Leben sei in einer Gesellschaft, in der doch alles vorhanden ist, beschäftigen sich Robert Skidelsky, Wirtschaftswissenschaftler und Keynes-Experte, und sein Sohn Edward, der Philosophieprofessor ist, in ihrem gemeinsamen Buch. Sie wollen, so schreiben sie zu Beginn, mit ihrem Buch eine „Kritik der Unersättlichkeit“ vorlegen, denn die Unersättlichkeit sei der Grund, warum die Menschen in unserer Überflussgesellschaft immer weiter und schneller laufen in ihrem Hamsterrad der Arbeit, anstatt souverän zu entscheiden, wann sie „genug“ Geld haben, wann sie sich auch um andere Dinge des guten Lebens kümmern möchten – zum Beispiel eben um die Freunde.

Und so wird die Untersuchung der Autoren von zwei Fragen geleitet: Warum beklagen sich, erstens, so viele Menschen in unserer Gesellschaft, in der doch genug materieller Wohlstand herrscht, darüber, immer weniger Zeit für ein „gutes Leben“ zu haben und was macht, zweitens, ein „gutes Leben“ überhaupt aus?

Ausgangspunkt der Analyse der derzeitigen nicht zufriedenstellenden Situation ist ein Aufsatz von John Maynard Keynes, den er 1928/1930 formuliert hat und in dem er skizziert, dass bei gleichmäßigem weiteren Wirtschaftswachstum und „unter der Annahme, dass keine weiteren Kriege und keine erhebliche Vermehrung der Bevölkerung stattfinden, (…) die Lösung des ökonomischen Problems in 100 Jahren zum mindesten in Sicht sei.“ (S. 30) Als Konsequenz würde das für die Menschen bedeuten, dass sie ihre materiellen Bedürfnisse mit drei Stunden Arbeit täglich befriedigen können und die übrige Zeit dafür verwenden, „weise, angenehm und gut zu leben.“ (43)

Tatsächlich ist das Wirtschaftswachstum, trotz des Zweiten Weltkrieges, zumindest in den Wohlstandsländern auf ein Niveau gestiegen, dass Keynes Annahme mindestens trifft – die Arbeitszeit ist aber bei Weitem nicht im von ihm prognostizieren Maß gesunken. Robert und Edward Skidelsky untersuchen nun, welche Gründe es für die immer noch hohen Arbeitszeiten gibt und zeigen einige Begründungen dafür auf: So sei Arbeit ja nicht per se etwas Schlechtes, das es unbedingt zu vermeiden gelte, sondern führe für den einzelnen auch zu Anerkennung und sozialen Beziehungen, und das seinen Aspekte, die den Menschen, über das notwenige Geldverdienen hinaus, auch wichtig sind. Auch Politik und Unternehmen spielen eine Rolle bei der Beibehaltung der hohen Arbeitszeiten, denn spätestens seit den 1980er Jahren komme wesentlich weniger der volkswirtschaftlich erzielten Wertschöpfung bei den abhängig Beschäftigten an, sodass sie gezwungen seien, mehr und länger zu arbeiten. Und letztendlich sei auch das Verlangen der Bevölkerung nach immer mehr Gütern Teil dieses Systems, denn in einer eher egalitären Gesellschaft gehe es auch darum, über den Besitz von Haus, Auto, Kleidung und natürlich auch Gütern des Freizeitbereichs den eigenen Status bzw. die eigene Geltung zu demonstrieren.

Nach dieser Situationsanalyse untersuchen die beiden Autoren ausführlich, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte. Sie erklären, dass dies dem faustischen Handel zu verdanken sei, denn wie Faust mit Mephistopheles einen Handel eingeht, um sein Wissen zu erweitern, so haben die Menschen mit dem Teufel des Kapitalismus einen Handel abgeschlossen, in der begründeten Hoffnung, mit seiner Hilfe Wohlstand für alle zu erreichen. Dies sei in den sozialdemokratisch geprägten Jahren (bis Ende der 1970er Jahre) auch durch Wohlstandszuwächse in der gesamten Bevölkerung zu beobachten gewesen. Dann aber, unter Thatcher und Reagan, sei durch die konsequente Veränderung der Wirtschaftspolitik hin auf die Liberalisierung der Märkte, vieles verloren gegangen, sichere Arbeitsplätze beispielsweise und auch eine gleichmäßige Einkommensverteilung:

Unter Reagan und Thatcher gewann der Kapitalismus viel von seinem seeräuberischen Piratengeist zurück, und der Traum vom Sprungbrett eines verwalteten Überflusses zerstob. (S. 97)

Und so sehen die Autoren den Hauptverantwortlichen in den Wirtschaftswissenschaften selbst, den hier sei im Laufe der Jahrhunderte das moralische Fundament abhandengekommen:

Die dabei vielleicht wichtigste intellektuelle Hürde, um ein gutes Leben für alle zu verwirklichen, ist aber die Wirtschaftswissenschaft selbst, oder vielmehr die tödliche Orthodoxie, die unter diesem Namen an den meisten Universitäten weltweit ihr Unwesen treibt. (25) (…) Die Wirtschaftswissenschaft ist nicht einfach irgendeine akademische Disziplin. Sie ist die Theologie unseres Zeitalters, die Sprache, die alle, ob hochgestellt oder von niedrigem Rang, beherrschen müssen, wenn sie an den Höfen der Macht wirklich Gehör finden wollen. Sie verdankt ihren Sonderstatus nicht zuletzt dem Unvermögen anderer Wissenschaften, der politischen Debatte ihren Stempel aufzudrücken. (S. 131)

Ziel ihres Konzeptes ist es also, einen Kontrapunkt zu setzen zu dieser „tödlichen Orthodoxie“ (die u.a. Nutzen- und Gewinnmaximierung unter den Bedingungen immer knapper Ressourcen betrachtet und allen Bedürfnissen und Begierden, die nun nur noch als „Nutzen“ bezeichnet werden, insofern neutral gegenübersteht, als dass sie möglichst alle erfüllt werden), indem sie ihr eine Wirtschaftswissenschaft gegenüberstellen wollen, die auf einem philosophisch-moralischen Fundament ruht, so wie es auch in den letzten Jahrhunderten immer gewesen ist und in verschiedenen Regionen der Welt auch. So nehmen sie den Leser mit auf eine ethische Reise durch Zeit und Raum mit Aufenthaltsorten bei den philosophischen Überlegungen Aristoteles´ und Thomas von Aquins sowie moralischen Vorstellungen aus Indien und China. Sie diskutieren auch den Beitrag der aktuellen Glücks- und Nachhaltigkeitsforschung als Basis für ein Konzept des guten Lebens, lehnen aber beide Ansätze vor allem wegen methodischer Probleme ab.

Und so kommen die Autoren zu einem Lösungsansatz, indem sie sieben Basisgüter identifizieren, die dafür verantwortlich sind, jedem Menschen ein gutes Leben ermöglichen. Diese seien: Gesundheit, Sicherheit (auch ökonomische Sicherheit), Respekt, Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur, Freundschaft (dazu zählt auch die Familie) und Muße (nicht im Sinne von Nichtstun, sondern mit Blick auf die notwendige Zeit, die es braucht, um eine Tätigkeit selbstbestimmt und mit Freude umsetzen zu können).

Der Politik kommt diesem Lösungsansatz nach die Aufgabe zu, und dazu skizzieren die Autoren auch politische Instrumente, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesamtheit der Bevölkerung Zugang zu diesen sieben Basisgütern hat. Und somit handele die Politik auch wieder nach moralisch-ethischen Maßstäben, ohne freilich den Menschen direkt vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, sondern indem sie einen Rahmen absteckt, in dem Menschen Entscheidungen für ihr gutes Leben treffen können.

Edward und Robert Skidelsky kommt das große Verdienst zu, die Wirtschaftswissenschaften und die Wirtschaftspolitik wieder an moralisch-ethische Vorstellungen zu binden und wieder den Menschen und sein „gutes Leben“ in den Vordergrund allen politischen Entscheidens und Handelns zu stellen. Damit erteilen sie dem Ruf nach stetigem Wirtschaftswachstum und der dahinter stehenden Doktrin, allein freie Märkte schaffen Wachstum und Wachstum sei grundsätzlich nötig, eine deutliche Absage. Ihnen kommt das Verdienst zu, sich wieder zu besinnen auf das, was Menschen seit Jahrhunderten anstreben und betten ihren politischen Ansatz in die sehr lesenswerte ausführliche und plastische Darstellung jahrhundertealter Traditionen ein, die weltweit gelten. So zeigen sie deutlich auf, dass unser heutiges wirtschaftlichen Ziel, das eben auf Unersättlichkeit angelegt ist, historisch betrachtet die Ausnahme darstellt. Ihnen kommt auch das Verdienst zu, mit den sieben Basisgütern eine Diskussionsgrundlage zu liefern, die in einer gesellschaftlich-politischen Debatte zur Grundlage weiterer Überlegungen genutzt werden kann unter der Fragestellung, welches Ziel eine Gesellschaft für sich formuliert und weiter verfolgen möchte. Und es kommt ihnen das Verdienst zu, einen deutlichen politischen Auftrag formuliert zu haben, nämlich die Debatte um eine gesellschaftliche Zielvorstellung anzuregen und umsetzen zu helfen, im Sinne der Menschen, nicht im Sinne der Gewinnmaximierung von Unternehmen.

Die Reaktion auf dieses Konzept, das eher die Politik, weniger die Menschen, in die Verantwortung nimmt, und das sich außerdem auf Keynes, christliche und sozialdemokratische Vorstellungen stützt, ist absehbar – und tatsächlich je nach politischer Ausrichtung der großen Tageszeitungen auch in den dort erschienen Rezensionen ablesbar. Eine Politik, in der schon die Kanzlerin eine „marktkonforme Demokratie“ fordert, hat sich längst von der Sorge um die Menschen verabschiedet, sondern richtet das Handeln streng nach den Erfordernissen „der Märkte“ aus. In diesem Zusammenhang wirken die Forderungen der Autoren tatsächlich ziemlich blauäugig, geradezu utopistisch.

Die Autoren nehmen mit ihrem Konzept die Politik in die Verantwortung. Aber: Auch der Einzelne hat die Möglichkeit, für sich Entscheidungen treffen zu können. Und so führt die Lektüre dieses sehr facettenreichen Buches dazu, eigene Positionen, eigene Vorstellungen „vom guten Leben“ zu überdenken. Und auch ohne besondere staatliche Anreize ist es möglich, nicht jeden Statuswettbewerb mithilfe der tollsten neuen Produkte mitzumachen; auch ohne dass die Werbung der Unternehmen durch staatlichen Eingriff eingeschränkt wird, braucht der Einzelne nicht alles zu kaufen, was Werbung verspricht; auch ohne eine Bildung hin zur Muße – die im Moment nicht nur in den Schulen, sondern auch an den Universitäten, nicht in Sicht ist, denn es geht in den aktuellen Bildungstheorien ganz deutlich allein um die Zielsetzung der Verwertbarkeit  vom Bildung, also um konkrete Fähigkeiten und Fertigkeiten, am Arbeitsplatz – können wir uns entscheiden, in unserer freien Zeit einer befriedigenden und anregenden Beschäftigung nachzugehen.

Wir können uns also ganz bewusst gegen den Lebensentwurf und die Konsequenzen entscheiden, die Charles Aznavours besingt

Mein Weg hinauf rieb mich auf

Und nahm mir sehr viel Kraft,
Doch unterm Strich habe ich es geschafft
Ich steh im Licht und zeige nicht, dass ich oft müde bin
Und oft träume von der Zeit
Als es mir beschissen ging

Robert & Edward Skidelsky (2013): Wie viel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens, München, Antje Kunstmann Verlag

6 Kommentare

  1. In der Tat ist dies ein Buch, das zu Diskussionen anregt. Allerdings braucht man nicht unbedingt dieses Buch vorher zu lesen. Ich bin in einer Zeit geboren worden, da hatten wir materiell nicht alles, denn das Geld war nicht vorhanden. Trotzdem kann ich sagen, hatte ich eine schöne Kindheit, denn wie du sagst, die Familie und Freunde spielen eine wichtige Rolle. Schon seit vielen Jahren sagen mein Partner und ich, dass es doch nicht immer noch mehr und noch mehr geben kann. Leider leben wir heute in einer Zeit, wo es unerlässlich ist, einen gutbezahlten Job zu haben, denn Wohnungen, die noch bezahlbar sind, sind selten geworden. Fazit: Wir befinden uns unterdessen in einem Teufelskreis und es wird schwierig, diesen hier zu durchbrechen. Zudem, wenn du in gewissen Kreisen über „Weniger ist Mehr“ diskutieren willst, stellt sich einem schon bald grosser Widerstand entgegen und du stellst fest, dass du ziemlich alleine dastehst und den Mund hältst – leider.

    LG buechermaniac

    • Liebe Büchermaniac,

      die steigenden Mieten sind tatsächlich in einigen Regionen ein Problem. Es wäre aus der Sicht der Skidelskys auch und gerade ein politisches Problem, weil Politik sich um die Sicherheit seiner Bürger kümmern sollte, mithin um bezahlbaren Wohnraum. In Deutschland setzt dazu gerade eine ganz zaghafte Diskussion ein – es ist aber auch Wahlkampf. Meiner Meinung nach steigen die Preise für Wohneigentum und Mieten auch, weil sich hier offensichtlich gerade die nächste Spekulationsblase aufbläht: wenn an den Börsen und neben den Börsen vorbei bei den Finanzdirivaten (darüber schreibt ja Lanchester) nichts mehr zu verdienen ist, wird eben ein neues Objekt gefunden. — Wohnen muss man natürlich und schön wohnen möchte man ja auch, die Wohnung ist ja auch ganz viel Heimat und Rückzugsort. Aber was die anderen Dinge des Konsumlebens angeht, kann man doch selbst entscheiden. Und dazu finde ich das Buch einfach sehr gut, weil es anregt, einfach mal darüber nachzudenken, was einem selbst wichtig ist und wie viel man selbst wirklich braucht von den Versprechungen der Komsumgüterindustrie. Dabei werden eben auch ganz viele philosophisch-ethische Quellen aus verschiedenen Bereichen aufgezeigt, die auch Argumentationsgrundlage sein kann. Offensichtlich wollen noch nicht viele Menschen diese Diskussion führen, ich kann das aus meinem Bekannten- und Kollegenkreis durchaus bestätigen. Aber ob der Konsum wirklich glücklich macht – ich habe da so meine Zweifel.
      Viele Grüße, Claudia

  2. Liebe Claudia

    Was den Konsum angeht, gebe ich dir vollkommen Recht. In einer Abendzeitung bei uns stellen sich jeweils zwei junge Menschen vor, die auf Partnersuche sind. Oft wird, vor allem bei Frauen, als Hobby Shoppen angegeben. Ich bin froh, wenn ich nicht shoppen gehen muss. Das meiste Geld gebe ich hobbymässig für Bücher aus. Als ich längere Zeit in Kanada war, habe ich festgestellt, wie einfach es ist, mit Kleidern aus nur einem Koffer auszukommen. Ich habe rein gar nichts Materielles vermisst. Wichtig für mich war noch ein Fahrrad zu haben, um völlig unabhängig durch die Strassen zu fahren und die Gegend zu erkunden. Heute ist das mit der Natur so eine Sache: viele Menschen gehen nur noch in den Wald, wenn man biken kann, auf einem Kletterpark zwischen den Bäumen rumhangeln kann, dann wird die Outdoor-Bekleidung inzwischen so gepuscht, dass man sich völlig altbacken vorkommt, wenn man einfach nur naturtaugliche Hosen trägt, bei denen es nichts macht, wenn sie verdrecken. Jeder läuft mit Jack Wolfskin oder Mammut-Jacken und Hosen herum, denn dann gehört man erst richtig dazu. Das kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Und somit sind wir schon wieder beim Punkt angelangt, dass man shoppen gehen muss. Nur die reine Natur geniessen, ohne jeglichen Eingriff des Menschen, können viele nicht mehr und das finde ich schade. Diskutieren könnte man wohl, aber es fragt sich bloss, mit wem, denn meist eckt man heute mit solch altmodischen Vorstellungen bei den Mitmenschen an – Schade. So behalte ich meine Meinung eben meist für mich.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntagnachmittag
    LG buechermaniac

    • Und um noch einen draufzusetzen hat Julia Friedrichs gerade im ZEIT-Magazin eine gruselig-spannde Reportage geschrieben über einige Menschen, die sich nun mit Hilfe vieler Apps helfen lassen, ihr Leben noch zielgerichteteer, effizienter, gesünder, ausgefüllter und damit glücklicher (meinen sie wenigstens) zu gestalten, indem sie ihren ganzen Tagesablauf verplanen und „controllen“. Indem sie alles irgendwo eintragen, was sie am Tag gearbeitet und gegessen haben, wann sie sich mit wem getroffen, wie lange sie auf Bus und Bahn gewartet und wieviel Sport sie getrieben haben, können sie sich lustige Diogramnme anschauen und überrpüfen, ob sie von Tag zu Tag „besser“, „effektiver“ usw. werden. Das macht alles, nur kein gutes Leben – finde ich. — Wir werden uns dem Ganzen Zeug einfach verweigern.
      Viele Grüße, Claudia

  3. Liebe Claudia,
    wenn es da nicht schon stehen würde, müsste ich das Buch jetzt auf meine Leseliste packen. Vielen Dank für die Rezension! Die Skidelskys sind offensichtlich in der Lage, das, was ich in Diskussionen leider immer nur sehr schwammig beschreiben und erklären kann (und dabei natürlich fast immer allein mit meiner Meinung da stehe), schlüssig zu argumentieren. Das allein wär für mich die Lektüre schon wert.
    Liebe Grüsse, Kai

    • Leiber Kai,
      die Skidelskys bauen ihre Argumentation wirklich sehr ausführlich, lehrreich, vielfältig, komplex … auf. Für einen kritischen Weltbetrachter also eine echte Fundgrube und vor allem auch eine Stütze der eigenen Argumentation. Und ich bin an der ein UND anderen Stelle auch wirklich sehr nachdenklich über mein eigenes Tun und Handeln geworden. Aber die beiden Autoren sind natürlich auch ganz einseitig, schon der Verweis auf Keynes kann ja viele Wirtschftsteiljournalisten schier auf die Palme bringen. Aber wenn das Buch sowieso schon auf Deiner Leseliste steht (die scheint mir auch immer länger zu werden :-)), dann mal ran an den guten Schinken! (Ich will mich auch in den nächsten Tagen um die „Idylle“ kümmern. Man wird hier ja immer so zum Lesen verführt :-)…)
      Viele Grüße, Claudia

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