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John von Düffel: Wassererzählungen

Von verschiedenem Wasser erzählt uns John von Düffel in diesen Erzählungen, von Ostsee und Nordsee, von einem natürlichen Schwimmteich, einem Swimmingpool, einem Teich im Garten, einem See in Norddeutschland. Von unterschiedlichen Landschaften erzählt er und von Menschen in entscheidenden Situationen ihres Lebens. John von Düffel ist ein passionierter, ein unermüdlicher Schwimmer. Dabei kann ihn beobachten, wer die Dokumentation zur Entstehung seines Houwelandt-Romans sieht: Immer wieder zieht von Düffel seine Bahnen, im Schwimmbad, im See. Und so bezeichnet er sich selbst als einen „Paradiesvogel“ unter den Schriftstellern, zumindest zu Beginn seiner Karriere sei das so gewesen. Ein asketischer Schriftsteller, dem der eigene Sport wichtig sei, das Langstreckenschwimmen noch dazu, das passe nicht zur gängigen Vorstellung über das Lebens eines Künstlers, der, so werde doch immer noch unterstellt, seine Schaffenskraft, seine Intuition und Kreativität vor allem auf den Genuss von Rauchwaren und Rotwein zurückführe, nicht auf den möglichst täglichen Gang ins meistens zu kalte Wasser [2]. Dass aber auch das zu kalte Wasser eine Inspirationsquelle sein kann, das zeigt von Düffel uns deutlich mit seinen „Wassererzählungen“. In …