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Die Sonntagsleserin: KW # 18 2014

Sonntagsleserin_2Die Bücherphilosophin hat die Idee zu dieser allwöchentlich-sonntäglichen Blog-Rückschau über die besonderen Blogleseerlebnisse der vergangenen Woche gehabt. Bei der Bücherphilosophin findet Ihr auch eine Liste der anderen Sonntagsleser, bei denen es immer viele spannende Beiträge zu entdecken gibt.

Mich haben in dieser Woche die folgenden Artikel besonders interessiert, zum einen, weil sie meine Bücherliste vergrößerten, zum anderen, weil sie genau das Thema der übervollen Leselisten kritisch beäugten.

Leseschatz empfiehlt ein Buch über „die Vorzüge des Wartens“, das die Journalistin Friederike Gräff verfasst hat. Genau die richtige Lektüre für jemanden, der so ungeduldig ist, wie ich. Und als Wochenendtipp wird auf dem Blog nichts geringeres empfohlen als: EIN BUCH.

Wolfgang Schiffer ist von Island nach erst nach Wisconsin und dann mit Ishmael, dem Ermittler in einem Mordfall, nach Kenia gereist. Er empfiehlt uns den Roman „Nairobi Heat“ von Mukoma wa Ngugi, der nicht nur ein Krimi sei, sondern auch der Frage nachgehe, wie sich ein schwarzer Amerikaner in Afrika fühle. – Und nebenbei ist der Roman auch noch auf der SWR-Bestenliste Mai in der Rubrik „persönliche Empfehlung“ genannt.

Sophie hat sich, vielleicht wegen ihrer gerade anstehenden kaufmännischen Prüfung?, mit einem Wirtschaftscomic auseinandergesetzt und empfiehlt denjenigen von uns, die sich die Frage stellen „Wie unsere Wirtschaft funktioniert“ Michael Goodwins und Dan E. Burrs bebilderte Einführung in die Unwegsamkeit der Wirtschaft. Die beiden Autoren, so Sophie, bieten dabei nicht nur einen Üerblick über die Theorien vieler bekannter Ökonomen, sondern schlagen dabei auch den Bogen zur aktuellen Wirtschaftspolitik.

Atalante ist von ihrer Lektüre von Haruki Murakamis „Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ enttäuscht, denn sie konnte längst nicht so viele positive Eindrücke gewinnen wie sie bei den vielenm anderen Blogrezensenten und der Kritik im Feuilleto nnachzulesen sei.

Mara hat auf er Leipziger Messe ein ausführliches Interview mit den Schwestern hinter dem Verlag von binooki geführt, in dem nicht nur der Name, sondern auch das außergewöhnliche Verlagskonzept sowie die Entstehungsgeschichte erklärt werden.

Wie in der Modebranche, in der jetzt auch schon die Herbst- und Winterkollektion vorbereitet wird, bringen die Buchverlage dieser Tage die ersten Herbstprogramme heraus. Da stellt Sophie sich schon die Frage, wie wir denn umgehen mit dieser literarischen Fülle, ob es nicht zu einer Übersättigung komme. Als Service hat sie uns schon einmal die Verlagslinks hinterlegt und die aus ihrer Frage resultierende Diskussion können wir auch nachlesen. Auch Mara zeigt uns ein  Bild ihres vierteiligen ungelesenen Frühjahreslesestapels und fragt ebenfalls  in die Runde, wie wir mit der Fülle des Angebotes umgehen, hier nachzulesen.

Und wer bei dem tollen sonnigen Frühjahrswetter mal etwas ganz anderes tun möchte als zu  lesen oder über die großen ungelesenen Lesestapel nachzudenken, dem sei eine Wanderung auf dem Moselsteig empfohlen. Elke  berichtet über ihre Erlebnisse dort und hat ausführliche Wanderbeschreibungen hinzugefügt, Karten und  Bilder mit eindrucksvollen Ausblicken. Und Hund Spike ist auch mit von der Partie.

Eine wunderschöne (Lese-)Woche wünsche ich Euch.

11 Kommentare

  1. Moin!
    Herzlichen Dank für die nette Erwähnung unserer Leseschätze.
    Ich freue mich sehr darüber und sende frische und herzliche Grüße aus Kiel und wünsche weiterhin erlesene Stunden.
    Hauke

  2. Die Wanderung auf dem Moselsteig hat es mir diesmal besonders angetan, am liebsten gleich die Wanderschuhe geschnürt 🙂 Einen schönen Sonntag, Anna

  3. schifferw sagt

    Herzlichen Dank dafür, dass „Nairobi Heat“ in dieser Auswahl Erwähnung gefunden hat! Gute Grüße, Wolfgang

    • Deine Besprechung hat mich so angesprochen, dass das Buch direkt auf meinem Lesestapel gelandet ist. Die erste Seite habe ich schon gelesen und finde den Erzählton schon sehr, sehr viel versprehend. So freue ich mich auf die Lektüre. Und da sich nun schon einige Krimis hier eingenistet haben, kann ich demnächst eine kleine Krimibesprechungsreihe starten.
      Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Dir, Claudia

  4. schifferw sagt

    Liebe Claudia – so hoffe ich, dass die weiteren Seiten Dich auch gefangen halten mögen! Auf eine Krimirezensionsreihe von Dir freue ich mich! Lass den Sonntag gut ausklingen, Wolfgang

  5. Hallo Claudia, vielen Dank für den Hinweis auf mein Pilgerprojekt zu sechsten Fingern und anderen Seltsamkeiten.
    Ich bin schon gespannt, wie Du den Roman beurteilst, immerhin trägst Du eine Farbe im Blog. 😉
    Freundliche Grüße,
    Atalante

    • Liebe Atalante,
      ich bin auch schon gespannt, nur leider gerät mir der Murakami gerade immer tiefer in meinen Stapel und andere Bücher drängeln sich – manchmal ganz schön frech – nach oben. Und stimmt: die Farbe „Grau“ spielt eine große Rolle! Hat sie etwas zu bedeuten? Mir fällt immer Loiots wunderbare Beratungsszene ein, in der er dem in allen Grauschattierungen lebenden alten Ehepaar doch noch ein paar aparte Grautöne für die Einrichtung empfiehlt: mausgrau, asphaltgrau…:-)
      Viele Grüße, Claudia

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