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Die Sonntagsleserin: KW # 16 2014

Sonntagsleserin_2

Auch an diesem Ostersonntag soll die Tradition der Sonntagsleserin fortgeführt werden. Die Bücherphilosophin hat die Idee gehabt und mittlerweile berichten immer mehr Blogger in ihren allwöchentlich-sonntäglichen Rückschauen über die besonderen Blogleseerlebnisse der vergangenen Woche. Bei der Bücherphilosophin findet Ihr auch eine Liste der anderen Sonntagsleser, bei denen es immer vieles zu entdecken gibt.

In dieser Woche habe ich Blogartikel gesammelt, deren gemeinsames Thema ist, dass sie keine Bücher besprechen. Offensichtlich haben viele Blogger angesichts des Frühlingswetters und der freien Tage ihre Bücher zur Seite gelegt, haben sich feste Schuhe angezogen und es hat sie wandernd, laufend, walkend, radelnd oder Unkraut jätend in die Natur gezogen. Naja, Ihr werdet sehen, so ganz ohne Bücher ging es dann auch in dieser Woche nicht:

Blicke auf viele verschiedene Türen in Neve Tsedek, einem Stadtteil Tel Avivs, hat Sabine geworfen.

Und Anna zeigt uns, dazu passend, viele unterschiedliche Fenster, die sie in Bamberg gefunden hat und abgelichtet hat. (Die Kombination von Fenstern und Türen wird vielleicht zu dem ein oder anderen neuen Bauwerk inspirieren 🙂 .)

Charlotte hat auch ihre Kamera zur Hand genommen und zeigt uns den Frühling in Südtirol, genauer in Algund, mit Blicken auf Apfelblüten, aber auch mit weiter gestelltem Objektiv auf Waalwege, auf Meran und das Meraner Becken bis zum Gantkofel (das ist der ganz charakteristische Felzbsturz hinten rechts im Bild). Wer möchte, dass ihm das Wasser im Mund zusammenlaufe, der schaue bitte auch die Bilder vom Abendessen im Restuarant Ladurner an – mmhhh!

Maren ist mit Fotoapparat und Fahrrad unterwegs, gewährt uns tolle Blicke auf die Landschaft in den Niederlanden und weckt damit Sehnsucht nach Wind, Luft, Wasser und ganz viel Stille.

Einen Artikel zum Thema Garten, inspiriert von der Gartenwoche in England, haben die Buchfeen Siri und Selma geschrieben und mit tollen Fotos bebildert. Beides zusammen macht Lust auf Frühjahr und Sommer, aufs Leben in Garten und Natur – wenn nur nicht immer die gebückte Arbeit wäre – obwohl in dem Artikel die überaus kuriose Meinung zitiert wird: Eine Stunden Gartenarbeit erspart fünf Stunden beim Arzt. Na, ich weiß nicht so recht…

Silvia zeigt uns zwei Leserinnen, die, auch vom schönen Wetter nach draußen gelockt, im Freien lesen. Sie hat sie aber nicht fotografiert, sondern gemalt. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf ihre anderen farbenfrohen Werke.

Auch Birgit hat das Frühlingswetter nach draußen gelockt. Dort hat sie vier Graffitis gefunden und fotografiert, aus denen sich eine wunderbare Kurzgeschichte – oder auch ein langer, kompliziert-verwickelter Roman – entwickeln lässt.

Und nun kommt doch noch „was mit Büchern“:

Die Bücherphilosophin geht, angeregt durch einen Artikel im Guardian, der Frage nach, welche Bedeutung und welche Wirkung Buchpreise für die Autoren haben und lädt anschließend ihre Leser zu einer Diskussion darüber ein, welche Bedeutung Buchpreise für uns haben, ob wir sie als Leseanregung nehmen, geradezu als Lesemuss, oder uns unsere Leseliste lieber selbst zusammenstellen. Es sind schon einige interessante Beiträge zusammengekommen.

Tobias vom Blog texteundbilder, dem wir das apokalyptische Stöckchen zu verdanken haben, hat begonnen, alle geretteten Bücher zusammenzutragen, so dass wir einen schönen Überblick über die post-apokalyptische Bibliothek bekommen können.

Und Tobias von libroskop fragt sich, was sich die Menschen in den Verlagen beim Thema Buchgestaltung so denken. Er bebildert seinen Artikel auch mit einigen tatsächlich sehr fragwürdigen Exponaten, von denen mir das letzte mit dem Verweis auf das Ebook am besten gefällt. Hat schon einmal jemand nachgeschaut, ob auf den Ebooks der Vermerk klebt: „Wer nicht nur Besitzer, sondern auch Eigentümer dieses Buches werden möchte, der kann es auch in Papierform erwerben.“ Immerhin können wir als Bucheigentümer das Buch nicht nur nach eigenen Ideen gestalten (vom Eselsohr bis zur farbigen Bebilderung), wir können es auch verleihen, verschenken, verkaufen, in einen öffentlichen Buchschrank stellen, wir können damit bei äußerster Not ein Feuer anzünden und – ich habe es gerade bei Sylvain Tesson gelesen – auch aus sorgfältig gekauten Textseiten Ohrstöpsel gegen Lärm herstellen. Das alles kann ein Ebook nicht.

Kai hat dann auch noch ein österlich passendes Buch zur Lektüre vorgschlagen, das, so versichert er, auch gerne nach Ostern gelesen werden könne – also kein Problem, wenn Ihr es heute gerade nicht zur Hand habt.

Schöne Osterfeiertage und eine wunderbare frühlingshafte (Blog-)Lesewoche wünsche ich Euch.

2 Kommentare

  1. Ha, Sylvain Tesson hat (mal wieder) recht. Alle anderen können ja ihre E-Book-Reader-Hüllen zerschneiden und sich die Brösel ins Ohr pressen 😉
    Danke für die Erwähnung hier und Dir noch schöne Restostern!
    Herzliche Grüße
    Tobias

  2. Bücherphilosophin sagt

    Schön, dass Du trotz Ostern und verlockendem Frühlingswetter die Zeit gefunden hast mitzumachen 🙂 Wobei der Frühling ja thematisch in Deinen Beitrag eingeflossen ist…
    Mich lockte es ebenfalls nach draußen und so komme ich erst spät abends dazu mich ein bisschen durch Deinen Beitrag zu Stöbern. Danke auch, für die Erwähnung meines Artikels 🙂

    Hab einen guten Start in die Woche,
    Katarina 🙂

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