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Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne

Die gesamtwirtschaftlichen Daten sahen zum Jahresende so gut aus, dass sich Angela Merkels Einschätzung „Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut“ (hier und hier, beide Links von 2018) wiederum zu bewahrheiten schien. Da verwundert ein Essay mit dem doch ganz anders konnotierten Titel „Abstiegsgesellschaft“ sehr. An der Universität Basel beschäftigt sich Oliver Nachtwey mit der Auswertung von gesamtwirtschaftlichen Daten, um damit der sozialen Verfasstheit unserer Gesellschaft und den Veränderungen im Ablauf der vergangenen Jahrzehnte auf die Spur zu kommen. Als Professor für Sozialstrukturanalyse erforscht er die Sozialstruktur von Gesellschaften, erforscht ihre sozialen Milieus und die dabei gelebten Lebensstile der verschiedenen Milieus. Und auch wenn seine Thesen aus dem Band „Abstiegsgesellschaft“ von 2016 stammen, so wird, wenn man die neueren Daten noch einmal genauer recherchiert, schnell deutlich, dass seine Thesen auch für 2018 keineswegs überholt sind. Und manches, was er im Text dargelegt hat, z.B. die Entwicklungen am rechten Rand des Parteienspektrums, haben sich im Laufe der fast drei Jahre nach Erscheinen des Essays noch deutlicher herausgebildet. Vor ein paar Monaten schon hat …