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Erling Kagge: Stille. Ein Wegweiser

Nach der Reise mit der Protagonistin in Céline Minards Roman „Das große Spiel“ in die Abgeschiedenheit, Einsamkeit und vor allem auch Stille der Berge, ist der Schritt zur Lektüre von Erling Kagges „Wegweiser: Stille“ nicht weit. Wie Minards Erzählerin eine Abenteurerin ist, die keine Scheu hat vor dem einsamen und ausgesetzten Leben auf dem Berg, so ist auch Kagge ein Mensch, der sich in der Auseinandersetzung mit den extremen Bedingungen der Natur in Arktis, Antarktis und auf dem Mount Everest ausprobieren möchte. Solche Situationen zu suchen bedarf eines besonderen Mutes und Zutrauens, auch der guten Vorbereitung mit „kühlem Kopf“, vor allem aber auch des Wissens, die lange Einsamkeit, die lange Stille, ertragen zu können. Aber nicht nur das: Kagge sucht geradezu die Stille, sucht immer wieder Momente, in denen er die Welt aussperren kann; „Es zu lernen, hat eine Weile gedauert. Erst als ich begriff, dass ich ein tiefes Bedürfnis nach der Stille habe, begann ich, die Stille zu suchen – und dort, tief unter einer Kakophonie von Verkehrslärm und Gedanken, Musik und Maschinengeräuschen, iPhones …