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Henning Mankell: Treibsand

Henning Mankells Titel „Treibsand“ reiht sich ein in die Bücher von Schriftstellern, die sich mit dem Umgang und mit dem Kampf gegen schwere Krankheiten beschäftigen: Erinnert sei an Kathrin Schmidts „Du stirbst nicht“, an Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“, an David Wagners „Leben“, an Verena Luekens „Alles zählt“. Jeder der Autoren setzt sich mit dieser völlig existenziellen Bedrohung anders auseinander, nutzt dazu unterschiedliche Gattungen, schreibt mehr oder weniger literarisch, mehr oder weniger biografisch. Ganz unterschiedliche Texte entstehen auf diese Weise, manche nehmen die Krankheit und den Krankenhausbetrieb mehr in den Blick, manche die Schwierigkeiten des Alltagslebens, manche zeigen den großen Halt, den sie aus unserer Kultur gewinnen können. Eines aber ist ihnen allen gemeinsam: Sie geben uns – Gesunden? – Einblicke in die ganz andere Welt, nämlich die der Kranken (dies ist ein Bild aus Luekens Roman „Alles zählt“), aber sie zeigen auch, dass sie nicht nur Kranke, Beschädigte, sind, sondern natürlich immer noch die Menschen mit ihren ganz spezifischen Fähigkeiten und Interessen, die sie auch vor ihrer Erkrankung gewesen sind. So behalten sie ihre …