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Lukas Bärfuss: Hagard

Ist es möglich, in einer europäischen Großstadt, in einer Stadt in der Schweiz, einfach verloren zu gehen? So verloren gehen wie die Boing 777 der Malaysia Airlines, die ein paar Tage vor der hier erzählten merkwürdigen Geschichte um den Immobilienentwickler Philip auch einfach vom Radar verschwunden war? Ist es möglich, dass sich ein ganz normaler Bürger erst auf ein belanglos erscheinendes Spiel einlässt, dann aber in einen Strudel gerät, der ihn die üblichen Konventionen vergessen lässt, ihm einen Rückweg ins „normale“ Leben unmöglich macht? Lukas Bärfuss erzählt in seinem Roman „Hagard“ genau solch ein Geschichte, er erzählt, wie Philip sich in kaum mehr als 24 Stunden komplett aus seinem Leben katapultiert. Philip ist durchaus erfolgreich, ein Projekt auf Gran Canaria steht gerade vor den letzten Abschlüssen. Er besitzt eine Wohnung, ein Auto, ein Büro, beschäftigt eine Angestellte, Vera, und hat ein Kind, einen Sohn im Kindergartenalter. Er ist Ende 40, raucht, in den letzten Jahren hat er ein paar Kilo zugelegt. Sein Leben ist durchgetaktet, mit seinem Handy ist er in ständigem Kontakt mit Vera, …