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„Karussell. Bergische Zeitschrift für Literatur“ – Die Heft-Premiere #SchönLügen im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale

„Karussell“  heißt die Bergische Zeitung für Literatur. Und hat sich dabei ganz offensichtlich von einem Zitat aus Else Lasker-Schülers Drama „Die Wupper“ inspirieren lassen, das den Rücken jeder Ausgabe der Zeitschrift ziert: „Am schwärzesten Fluß der Welt lernt man erkennen, welche Menschen leuchten. Das Gedudle des Karussells ist wie Engelsmusik.“ Auch wenn die Garnbleicher schon viele Dekaden ihre Garne und Tücher nicht mehr in der Wupper waschen und an den Ufern trocknen, die chemischen Unternehmen den über der Wupper durch die Stadt schwebenden Menschen nicht mehr an Hand der Abwassereinleitungen anzeigen, welche Farben heute gefertigt worden sind, wenn die Textilindustrie insgesamt ihre Bedeutung nicht nur im Wuppertal verloren hat, so gehört doch der ehemals „schwärzeste Fluss der Welt“ zur Geschichte der Stadt, zu ihrer ganz besonderen Herkunft und – auch politischen – Entwicklung. Und wenn es nun eine literarische Zeitschrift gibt, die nicht nur an diese Vergangenheit erinnert, sondern durch die in ihr enthaltenen Literatur – „wie Engelsmusik“ – ein Licht wirft auf unsere ganz moderne Welt mit ihren Verwerfungen und Problemen, dann ist doch …